In dieser Rubrik berichte ich über meine Erfahrungen auf Biketouren und aus dem täglichen Mechanikeralltag. Ihr findet im Folgenden meine Beurteilung zu Bremsen, Federgabeln, Schaltungen. und alles was zum Biken dazu gehört. Mit meiner Grösse von 1.83m und einem Gewicht von ca. 82kg gehöre ich nicht zu den Bike-Leichtgewichten, d.h. die getesteten Teile müssen einiges aushalten können. Ausserdem fahre ich das ganze Jahr und bei fast allen Wetterverhältnissen.
     
Inhalt:  
  - Federgabeln  
  - Schaltung  
     
Disc-Bremsen Top
     
Avid Juicy 7 Meine aktuelle Scheibenbremse, die Juicy 7, fahre ich vorne mit 203mm und hinten 160mm Scheibengrösse. Letztes Jahr testete ich sie über längere Zeit mit 160mm Scheibengrösse vorne und hinten. Die Originalscheiben habe ich sofort ausgewechselt, weil sie zu wenig stabil waren und sich deshalb zu schnell verbogen.
Ein grosser Vorteil bei der Juicy 7 ist, dass die Hebelweite und auch der Druckpunkt eingestellt werden können. Somit lässt sich die Bremse optimal für kleine Hände oder nach individuellen Bedürfnissen einstellen. Ausserdem verfügt die Bremse über ein gutes und einfach anzuwendendes Entlüftungskit.
Die sehr gute Bremsleistung und eine angenehme Hebelstellung sprechen für die Juicy 7.
     
Magura Martal SL Die Marta SL bin ich ca. 1/2 Jahr (1200km) im 2004 gefahren.
Die sehr leichte und schöne Bremse überraschte mich durch ihre gute Bremsleistung trotz der kleinen Scheibe. Jedoch habe ich die Originalscheiben durch Shimano XT-Scheiben ersetzt, weil bei der ersten Testfahrt die Scheiben sich schnell verbogen und zu Geräuschen führte.
In unserer Werkstatt werden wir oft mit welligen Magura-Scheiben konfrontiert. Leider musste ich beide Bremsen einsenden, weil bei den Hebeln eine undichte Stelle entstand (wurde auf Garantie ersetzt - war aber ziemlich nervig und erforderte viele Entlüftungsvorgänge und raubte viel Zeit).
Ausserdem ist der Entlüftungsvorgang bei Magura aufwendig und umständlich zu handhaben (im Vergleich zu den Konkurrenten)
     
Shimano XT 03

Im 2003 bin ich lange Zeit mit der Shimano XT 03 Disc gefahren (Vierkolbenbremse). Funktion gut, einzig die Quitsch-Geräusche sind ihr nicht immer abzugewöhnen (trotz Kupferpaste, Beläge ankanten) oder tretten ab und zu wieder auf. Ausserdem konnte ich die Bremse für meine Bedürfnisse, zu wenig nahe an den Lenker verstellen.
Bremsleistung war OK.

     
Federgabeln Top
     
Rock Shox Reba Team U-Turn Eine tolle Federgabel mit guter Steifigkeit und fein ansprechendem Federverhalten. Federweg verstellbar 85 bis 115mm mit Pop-Loc System (Lock-Out Hebel am Lenker). Mit den zwei Luftkammern (Positiv und Negativ) kann die Federgabel fein abgestimmt werden. Federwegsverstellknopf geht nicht ganz so leicht zum Einstellen wie bei der Fox Talas RL.
     
Fox Talas RL Meine aktuelle Federgabel, Federweg verstellbar 90 bis 130mm, mit Lock-Out Hebel an der Gabelkrone, Luftfederung. Die Fox besticht durch ihren Finish und die Steifigkeit und führt einem Zielgenau durch die Trails und schluckt auch grosse Brocken einwandfrei. Einzig sie könnte etwas feinfühliger reagieren.
     
Manitou Black
Platinum
Manitou Black Paltinum mit IT-Travel System (Federwegsverstellung vom Lenker), Luftfederung. Am Anfang ist es schwierig den Negativ-Federweg (Einsinken nur unter dem Gewicht des Fahrers) richtig einzustellen, weil sie unter dem Fahrergewicht im Stand kaum nachgibt. Trotzdem funktioniert die Black Platinum auf dem Trail gut und sehr sensibel. Für schwerere Fahrer neigt sie dazu, beim Bremsen zu stark einzusinken. Das gleiche Problem entsteht auch bei der Federwegsverstellung mit dem IT-Hebel während dem fahren, sie sinkt fast zu schnell ein. Zur Zeit fährt meine Freundin die Gabel. Bei ihr ist die Gefahr des raschen Einsinkens nicht gegeben, im Gegenteil sie muss ein wenig Druck ausüben um die Gabel einsinken zu lassen. Gebenüber der Rock Shox Reba kann Sie die Federwegsverstellung gut während der Fahrt bedienen.
Fazit: sehr gutes Ansprechverhalten, besser geeignet für leichtere Bikerinnen und Biker.
     
Schaltung Top
     
Sram Drehgriff +
Shimano XTR

Nach den ersten Bike-Erfahrungen mit den damals üblichen Daumenschalthebeln, bin ich jahrelang Shimanos Rapid-Fire System gefahren. Im Sommer 2003 habe ich mir vorgenommen einmal die Drehgriff Schalthebel auszuprobieren, und das alte Gedankengut über Bord zu werfen.
Zu meiner XTR Schaltung montierte ich mir die SRAM Rocket Drehgriffschalter (kompatibel zu Shimano). Dazu verlegte ich einen Gore-Tex Schaltkabelsatz. Diesen fuhr ich schon seit vielen Jahren mit den besten Erfahrung und feinem Schaltvergnügen bei allen Wetterbedingungen (fahre nur einmal mit normalem Schaltzugsystem bei nassem Wetter im Gebiet Leymental - Region Basel/Elsass - und du weisst, das kanns nicht sein). Minimale Testzeit ein halbes Jahr.
Erster grosser Vorteil schon vor der Testfahrt, damit die Bremsen optimal betätigt werden können (mit einm oder zwei Finger und Ausnutzung des gesamten Hebelweges -> weniger Kraftaufwand) musste die Bremse nach innen rutschen. Mit den Drehgriffschaltern geht das prima, weil sie auf der Aussenseite der Bremsbefestigungen liegen. Mit Rapide-Fire Hebeln wird so das Schalten immer schwieriger und kann zu Reizungen bei den Sehnen führen.
Ausserdem bietet das System schnelle Schaltvorgänge in beide Richtungen. Bei meiner Einstellung am Lenker kann ich ohne Umgreifen Bremsen, Schalten und den Lenker im Griff haben, würde nie mehr tauschen.

     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
     
     
     
     
 
Webmaster Heinz Jost
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